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        Ihre kreative Basis in Berlin

Menüplan vom 05.01 bis 09.01.09

 

Montag, 05. Januar


 

Donnerstag, 08. Januar


• Schweinekotelett,
  Broccoli und
  Kartoffeln


5,80

• Kaninchenrollbraten
  mit Champignons
  und Spätzle


5,80
• Penne Arrabiata
5,20

• Vegetarische Kohlroulade
  mit Kartoffeln

5,40

Dienstag, 06. Januar



Freitag, 09. Januar


• Hähnchenbrustfilet
  in Joghurt und Curry

5,60

• Pangasius mit
  Mandelbutter
  und Kartoffeln


5,90
• Carbonara mit Gemüse
5,40

• Hähnchen Calypso mit
  Süßkartoffel-Gratin

5,60

Mittwoch, 07. Januar





• Gemüse-Kartoffel
  aus dem Ofen

5,20


• Schweineroulade mit
  Käse und Backpflaumen,
  dazu Nudeln 


5,60

Zu jedem Gericht gehört
ein kleiner Salat
und ein Getränk



Bon Appetit


Den Blick in die Welt kann man mit einer Zeitung versperren, wusste schon Stanislaw Jerzy Lec, nur bei dem Übermaß an Problemen, mit dem der Mainstream über den Jahreswechsel seine Leser konfrontierte, setzte nicht nur bei den professionellen Kassandra-Rufern die große Sinnkrise ein, sie ereilte auch mich, und das sogar beim Kartoffelschälen.
 
Von einem Augenblick auf den anderen mussten die ökonomischen Experten dem Medien-Konsumenten erklären, warum ein gerade noch von Ihnen bejubelter exzessiver Wirtschaftsliberalismus jetzt von einem staatlichem Interventionismus abgelöst werden soll, der nicht nur in der Wirtschafts- und Finanz-, sondern auch in der Klimapolitik alles auf den Kopf stellt, was gerade noch als Gewissheit galt.
 
Kein Wunder, dass nicht nur beim scheidenden US-Präsident George W. Bush die fehlenden Lösungsmöglichkeiten für das angekündigte Crash-Szenario zu dem führten, was die Psychologie kognitive Dissonanz nennt, einen als negativ empfundenen Gefühlszustand, der durch nicht miteinander vereinbare Kognitionen – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – entsteht. Diese kann aber leider nur reduziert werden, wenn man statt der Probleme die Einstellung zu ihnen ändert und damit hatte unser Texaner schon immer so seine Schwierigkeiten.
 
Das die Leistung unseres Gehirns von dem abhängig ist, was wir erleben, das wusste schon Immanuel Kant, als er in der Einleitung seines Hauptwerkes , der „Kritik der reinen Vernunft“ schrieb: „Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange“ und folgerichtig schlussfolgerte Bush :"Die Wall Street war besoffen." Und machte sich mit diesem Satz zur Finanzkrise noch einmal zum Gespött der Bewusstseins-Industrie.
 
Nur wenn in der SZ, einer der populärsten Philosophen der Gegenwart, Peter Sloterdijk, der Ökonomie den Rausch des Leichtsinns attestiert, und sich dabei bewusst des Vokabulars der Abhängigkeiten bedient, weil eben der Widerstand des Realen nicht mehr gespürt wurde und er feststellt, dass die "High"-Macher der letzten 20 Jahre rein semantische Drogen waren: an erster Stelle enthemmte Gewinnerwartungen und haltlose Vermögenseinbildungen, dann formuliert er zwar wie Bush, nur wird er im Feuilleton dafür gefeiert.
 
Ein Trost bleibt, wir sind, trotz Globalisierung und Börsenwahn, freie Menschen, das heißt, wir können handeln und das tun wir auch, frei nach Groucho Marx: „Was kümmert mich die Nachwelt, hat die Nachwelt sich je um mich gekümmert?“