Merkel ein Stasi-Spitzel?
Die Deutsche Kanzlerin soll als Stasi - Mitarbeiterin an Bespitzelungen des ehemaligen DDR Regimekritikers Robert Havemanns, im Jahr 1980 teilgenommen haben, schreibt das Schweiz-Magazin.
„Gelähmtes Entsetzen durchrauscht seitdem den deutschen Blätterwald“, wissen PR-Berater aus gut informierten Quellen zu berichten. „Dabei mögen wir Deutschen die Schweizer. Wie wir nun mal einfach jeden mögen, der beim Fußballspielen schlechter ist als wir“ wundert sich der EM-Fan am Counter von Regina W., bevor er sich mit seinen Fähnchen, dem Kasten Bier und seiner Tröte ins Fußballfieber stürzt.
„Ausgerechnet dieses online Magazin, mit seinen Reklamestrecken für gesunde, natürliche Babynahrung, diesen, selbst redend nur der Auflage geschuldeten, nackten Playboy-Busen!“ klärt mich dagegen eine der Desperate Houswifes der Comfactory auf.
„Das ist Rufmord an den politisch unbedarften deutschen Medienkonsumenten“, warnt mich sofort der Anlageberater aus den höheren Etagen und droht schon mal, nur so rein präventiv natürlich, mit Konsequenzen. So ist sie, die deutsche Meinungsfreiheit. Kryptisch raunt der Flurfunk, wolkig wabert die Gerüchteküche, es sülzt und schwadroniert, es tanzt um den heißen Brei, aber hier in Gregors Kolumne, gibt es, natürlich, wie immer, Klartext.
Bis zu 200 Jugendliche im Alter von Angela Merkel hätten damals die Stasiobservation am Grundstück der Havermanns rund um die Uhr übernommen und die Überwachung hätte rund 740 000 DDR Mark verschlungen, werde ich von den Schweizern aufgeklärt. Kein Wunder, das die da damals in der Zone zwar Vollbeschäftigung hatten, aber eben auch kein Geld mehr für Bananen. ( Siehe im April unter: „Zonen Gabi im Glück“) Nur ausgerechnet die geistig moralische Führerin der Allianz der lupenreinen Demokraten, unsere geliebte, christliche Kanzlerin, heilige Schutzherrin der afghanischen Mohnfelder, ausgerechnet sie, eine Mitarbeiterin bei Horch & Greif. Da könnte dann selbst der Schäuble noch etwas von der Chefin lernen.
„Die nicht vorhandene Berichterstattung der Deutschen Medien, die sich zur Zeit in einer Handlungsunfähigkeit befinden, dürfte den Deutschen einen erkenntnisreichen Einblick in die Aufrichtigkeit, Glaubhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit ihrer Medien gewähren. Faktisch sind diese gezwungen über etwas zu berichten, was man schon seit langem wusste und absichtlich der Öffentlichkeit verschwiegen hat. Berichtet man nicht, leistet man einen medialen "Offenbarungseid" und gibt Hinweise auf eine mögliche Gleichschaltung aller Medien. Ob diese von oben befohlen ist oder auf einem medieninternen Schweige- und Vertuschungskodex beruht kann man nur schwer beurteilen. Der Schaden den man sich gerade jetzt selbst zufügt, ist kaum wieder gutzumachen und gewährt einen aufschlussreichen Zustandsbericht Deutschlands,“ treten diese Schweitzer dann sogar noch hinter unserer Pressefreiheit her.
Das ist schon fast eine brutale Blutgrätsche an den deutschen Medienschaffenden mit seinen Rundfunkräten, diesen der Political Correctness verpflichteten Proporzjunkis. Dieses Nachtreten ist ein übler Verrat an die Ethik des freien Journalismus und gehört deshalb eigentlich sofort abgepfiffen, finde ich. Mindestens.
Ein echter Fall für Friedbert Pflüger, dem seine pekunäre Pinkeligkeit selbst Anne Will auf die Erdnüsse ging, weswegen Parteifreund Landowsky, ganz der ehrliche Banker, auch lieber gleich von Peanuts spricht, es geht ums Erben von läppischen 60 Milliarden, aber leider Miese. Dieser CDU-Kämpfer von der heroischen Gestalt, so wie einst Heinrich Lummer, der ist jetzt gefordert, der hat jetzt gegen diese Schweitzer an zu streiten und wenigstens den RBB-Rundfunkrat für eine Absetzung von Willhelm Tell stark zu machen. Ersatzweise könnte man auch, immer vor der Szene mit dem Hut, die Verlesung einer Gegendarstellung der Uckermärkerin durch den Hessen Koch, in jeder Tell-Show einbauen. Der hätte als politischer Dauerkomparse weiter seine Bühne und sein Publikum und die Studenten Gebührenfreiheit an ihren Unis.
Als ob das Wahre eine Ware wäre und den Marktgesetzen unterliegen würde. Der Warenchrakter, im Unterschied zum wahren Charakter, zeigt sich aber eben nicht in dem Streben nach Quote und Auflage und definiert sich eben nicht über Käuflich- und Verkäuflichkeit einer Nachricht, wie der Herr Enzensberger vor vielen Jahren der Bewusstseinsindustrie mal attestierte. Selbst die Bild-Zeitung offenbart ihren wahren Wert einzig in ihrer Liebe zum Wahren, Guten und Schönen. Nur deshalb überraschte die Freundin unserer Kanzlerin, die Frieda Springer, auch den Papst mit einem Bibelgeschenk, dass aus den Anzeigenerlösen vieler der Liebe verpflichteten Dienstleisterinnen angeschafft wurde. Eben Petting statt Pershing.
Und nur deshalb strömten damals beim „Häuten einer Zwiebel“ die Tränen der enttäuschten Gutmenschen und überschwemmten die Feuilletonspalten. Nur der alte Nestbeschmutzer, dieser sächsische Oberpinscher, dieser Gerhard Zwerenz, der moserte schon früher an unserem Literaturnobelpreisträger rum. „Statt den braven Genossen Salz auf den Schwanz zu streuen, blies der Grass Ihnen Puderzucker in den Arsch!“ kalauerte er, immer noch ganz der Apo-Opa, munter vor sich hin.
Wo bleibt, in dieser Diaspora des Schweigens, eigentlich der Oberschiedsrichter der CDU, dieser Spezialist für rote Socken, der Generalsekretär der Chefin, dieser Ronald Pofalla, der einen doch sonst, und das täglich, wie das Murmeltier, aus allen Blättern entgegen grüsst und dazu auffordert, die eigene DDR-Vergangenheit nicht länger unter den grünen Rasen der Vergebung zu kehren. Der könnte doch nun wenigstens erklären, dass das Foto von Frau Merkel nur ganz aus versehen in diese Akten gerutscht ist, das sie rein zufällig damals da vorbeikam und das sie eigentlich nur einen bunten Feldblumenstrauß bei den Havemanns abgeben wollte, um bei einem Tässchen Rotkäppchen-Sekt, als FDJ-Maid für Propaganda, den demokratischen Durchhaltewillen dieses Regimekritikers zu stärken.


