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Rettet den Kapitalismus



Ein Gespenst geht um in den Tempeln der medialen Realitätsproduzenten, der Konsumismus! Denn in einer durchkommerzialisierten Gesellschaft tun wir nahezu alles für Geld und für Profit, beklagt sich der US-Politikwissenschaftler Benjamin Barber in der taz.

"Jede Aktivität wird eine kommerzielle Aktivität", stellt er bedauernd fest und moralisiert weiter: "... weil wir glauben, dass wir sind, was wir kaufen, dass wir sind, was wir anhaben, deshalb wird der Bürger durch den Käufer ersetzt und damit die Demokratie zerstört!"

Diese neue Identitätspolitik, die er als Identitätsshopping brandmarkt, kennt nicht den Gebrauchswert oder die Qualität eines Produktes sondern nur ihren Lifestyle-Wert.

Was die taz und der amerikanische Politikwissenschaftler dabei ihren Lesern aber Liebenswerterweise verschweigen, ist schlicht, dass die Festlegung des Wertes eines Menschen und seiner Arbeit jenseits seines Marktwertes einer Revolution gleichkäme, nämlich der Aufhebung des Kapitalismus.

Und da dass natürlich in gar keinem Fall geschehen darf, deshalb gibt es die illusionäre Aufhebung des Marktwertes des Menschen im Konsumismus, wobei die Deutschen diesem Konsumismus am liebsten in der gleichmachenden Form der Volksgemeinschaft huldigen.

Die taz zelebriert mal wieder Politikwissenschaft als gelungene Synthese zwischen Karl Marx und Karl Moik.

Doch wie stellte schon Leo Trotzki resigniert fest: " Wir haben den Kapitalismus überall dort besiegt, wo es ihn noch gar nicht gab!" ... und da bläst die taz schon zum Sturm auf den Konsumismus! Völker hört die Signale, rettet den Kapitalismus.


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