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Noch ein Preis



Noch ein Preis

Diesmal nicht nach einem Völkermörder, siehe weiter unten zum Thema Karlspreis, sondern einem, der nach dem ersten Generalsekretär der CDU, Bruno Heck, benannt wurde. Auch dieser "Wissenschaftspreis" wird alljährlich unter der Anteilnahme der Spitzen der Gesellschaft verliehen und der Namenspatron dieses Preises, fand immerhin heraus, als er 1973 das Estadio National besuchte, das Pinochet zum Konzentrationslager für 40 000 seiner Gegner gemacht hatte, dass sich die Militärregierung in optimalen Umfang um die Gefangenen bemüht! "Die verhafteten die wir sprachen haben sich nicht beklagt", erläuterte dieser Christ den Journalisten, denn... " Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm."

Ganz besonders angenehm war es anscheinend nach Bruno Heck für den charismatischen chilenischen Sänger, Musiker und Theaterregisseur Victor Jara, dem wurden da zuerst die Hände gebrochen, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte und danach wurde er dann mit dem Maschinengewehr niedergeknüppelt und ermordet.

Foto: Wikipedia


Die über 3000 toten Chilenen dieses christlichen Generals Pinochet, der sich als Statthalter der Ersten Welt in einem Land der Dritten an die Macht putschte, waren halt ethisch, leider, leider, notwendige Kollateralschäden zur Verteidigung eben dieser christlichen, demokratischen Werte, die auch unserer Kanzlerin bei ihrem Lateinamerika Besuch so sehr am Herzen lagen.

Rein wissenschaftlich gesehen, gehören natürlich Erkenntnisse, die über die ethische Notwendigkeit dieser bedauerlichen Kollateralschäden aufklären und ihre ökonomische Notwendigkeit verschleiern, immer geehrt und verdienen damit dann natürlich auch den "Bruno Heck Wissenschaftspreis" der Konrad Adenauer Stiftung.