comfactory

        Ihre kreative Basis in Berlin







News in und aus der COMfactory



Der Aufschwung ist für alle da! Fideralla! Fiderallala!


Für unsere Kanzlerin und ihre Medienclaqueure ist so ein Aufschwung das allein selig machende Viagra der Wirtschaft. Er befruchtet die Konjunktur und die Freude beim Zuschauen beim Heiligsprechungsprozess des großen Boom, die ist natürlich auch für ALLE da! Nur so richtig mitfeiern, das ist den wenigstens vorbehalten und so bleibt es dann dem Patientensprecher Georg Schramm in der Anstalt vorbehalten festzustellen, dass 90% der Bundesbürger zur letzten großen Aufschwungs-Party erst gar nicht eingeladen wurden.



Idylle in Weiß, die Fortsetzung

Diese Neuschneemengen, die können doch einen Uccar nicht erschüttern, und so sorgte Gabriel, im Dauereinsatz mit Besen und Schneeschieber, mit Granulat und Streusalz, immer wieder für einen rutschfesten und freien Zugang zu den Büros und zu den Fleischtöpfen von Marie-Claude.


© ARTCO Werbedesign / Jürgen Pittack


Noch amüsiert sich Kitty beim Fotoshooting mit strahlendem Sonnenschein im Altschnee, doch ein neues Tief soll bereits wieder am Dienstag Deutschland erreichen und für weiteren anhaltenden Schneefall sorgen. Aber bisher ist es auch Jörg Stassiczek, permanent mit Schippe an der Unwetterfront im Einsatz, gelungen, die Schneeverwehungen auf dem Parkplatz im Griff zu behalten, so dass der Verkehr in und um die COMfactory nicht zum Erliegen kam und auch keiner in und an seinem zugeschneiten und festsitzendem Fahrzeug verzweifeln musste.


© ARTCO Werbedesign / Jürgen Pittack




Penis inter pares

Ein sechzehn Meter langer Penis, als Teil eines Reliefs, montiert an der Seitenwand des taz-Gebäudes - mit Blick auf die BILD-Chefetage- sorgt seit einigen Wochen für ideologische Grabenkämpfe im Berliner-Medienzirkus.
 

alle Fotos: © ARTCO Werbedesign / Jürgen Pittack

Um die Deutungshoheit dieses Kunstwerkes ist auf den beiden Seiten der Rudi-Dutschke-Straße ein Machtkampf entbrannt, zu dem natürlich auch mein Geschwurbeltes nicht fehlen darf. Es geht um ein Kunstwerk, um eine moderne Ikonographie im besten hegelschen Sinn, das auf die Vermittlung eines Gedankenkonstrukts basiert. Also eine Arbeit, die pointiert auf die Wirklichkeit zielt, aus der sie erwächst, die aber als systematische Kategorie, als Konstrukt, notwendigerweise abstrakt bleiben muss.

Der Bildhauer Peter Lenk schuf eine, der Formensprache des Comics entlehnte Epigraphik, eine Weihinschrift als Relief, eine kultische Anbetung des Phallus, der seit Jahrtausenden als Symbol für Kraft und Fruchtbarkeit in allen Teilen der Welt verehrt wurde und der noch heute als Ausdruck männlicher Herrschaft, als Phallokratie, unser Bewusstsein bestimmt.

Diese Penis-Verklärung feierte erst jüngst in der äußerst erfolgreiche TV-Serie "Sex and the City" fröhliche Auferstehung, und begreift man Medienkonsum als Seismometer gesellschaftlicher Befindlichkeiten, dann scheint es inzwischen in post-feministischen Zeiten zu einer deutlichen weiblichen Penis-Fixierung gekommen zu sein, denn anders ist kaum zu erklären, warum die Protagonistinnen dieser Fernsehserie das Wort "Schwanz" für den männlichen Geschlechtsteil gefühlt etwa alle zehn Sekunden in den Mund nahmen.

Gedankenkonstrukte sind Kopfgeburten, ihre Vermittlung gelingt nur über das lösen der sie kontaminierten historischen Widersprüche, diese müssen aufgehoben werden und seit Hegel wissen wir, dass sie selbst dann nicht einfach weg sind.

So verläuft auch die Frontlinie in diesem Kulturkampf, und das unabhängig vom jeweiligen Verlagshaus, zwischen einer rein „phallokratischen” Interpretation, die allein auf die „Penis-Cobra“ fixiert ist, die da den Lenden von Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann entwächst und einer Betrachtungsweise, die der Gesamtkonzeption dieser Herrschaftsanalyse Rechnung trägt. Da man Totalität aber nur denken kann, als Begriff, als Kategorie, als System, deshalb entscheidet auch der Blickwinkel auf das monumentale Relief von Peter Lenk darüber, was der Betrachter als zentrales Element, als den Punkt, in dem sich die gesamte Dynamik konzentriert, wahrnimmt.

Die Darstellung der Verlegerin Friede Springer, als vermeintliche Nebenfigur, die eingebunden ist, in einem festen ikonographischen Programm, wie es uns von den Darstellungen von Herrschern oder Heiligen aus dem 14. und 15. Jahrhundert, mit Assistenzfiguren in der Gestalt von Stiftern und Auftraggebern überliefert ist, wird dabei zum Kontrapost. Zu einem Kompositionselement in der bildenden Kunst, welche das Verhältnis zwischen den verschiedenen Kraft- und Bewegungsrichtungen bzw. zwischen der erregierenden Bewegung des scheinbar alles beherrschenden Phallus und der Ruhe der wahren Macht thematisiert.

Damit sind wir wieder bei Hegel, es geht eben nicht nur um die Frage, was kann ich wissen, sondern es geht darum, wie dieses Wissen überhaupt entsteht. Das „Werden“ von „Wahrheit“ war sein Thema, und in ihm verbindet sich nun der Blick von oben, von der Putte, des über der Konzern-Herrin schwebenden Engelchens Axel Cäsar, mit dem Gewordensein von unten, mit dem phallokratischen, auflagengeilen Medien-Monster.

Die ideologischen Schlachten der Emanzipations-Hochphase, die noch den Phallus als Ausdruck des zu bekämpfenden Patriarchats, als männliches Herrschaftssymbol identifizierten, scheinen damit geschlagen zu sein. Die "Lanze" oder der "Speer", beides gängige Umschreibungen für den Schniedelwutz, mit denen der Mann in seiner Rolle als Jäger noch Frauen als Beute erlegte, die wurden hier gesellschaftlich entschlüsselt und auf ihre ökonomischen Zwänge reduziert.

Die Beschwörung der sich mächtig empor wuchtenden Penis-Cobra durch Friedes Flöte, verweist auf die Zähmung ihrer Tintenknechte und auf die Macht der Göttin über die veröffentlichte Meinung. Sie steht dabei stellvertretend für die drei mächtigsten Frauen in dieser Republik, Liz Mohn und Friede Springer, die Herrscherinnen über unsere Bewusstseinsindustrie und ihre Freundin, die Kanzlerin, die nicht nur die vom Machthunger besessene Seilschaft innerhalb der CDU, den Männerbund, der einst als Andenpakt im Spiegel für Schlagzeilen sorgte, domestizierte, sondern die auch Dank der Boulevard Medien die Gunst ihres Volkes genießt und die alle drei angetreten sind, die Privilegien, die sich für die Eliten aus den Gesetzen der Kapitalverwertung ergeben, zu verteidigen.
 

Foto: © ARTCO Werbedesign / Jürgen Pittack

Der Denkprozess über diese Allegorie, den dabei unser Bewusstseins konstruiert, der findet in der Wirklichkeit seinen Demiurgen. Also je nach Sichtweise, entweder Platons Schöpfergott oder das Proletariat, denn das Wort Demiurg setzt sich zusammen aus demos für „Volk“ und ergos für „Tätigkeit“ und darunter verstand man im antiken Griechenland die Handwerker und Gewerbetreibenden, aber auch die Künstler und die Ärzte, die Demiurgen bildeten den untersten der drei Bürgerstände. Die Dialektik des Seins konstituiert wie immer das Bewusstsein des Dialektischen. Friede Springer steht einem Konzern vor, der 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, der jährlich über 2,7 Milliarden Euro umsetzt und dabei einen Gewinn von annähernd 500 Millionen erzielt. Es geht um die Medien als Maschinen für Geld und Macht und um Sex, als ein direktes, massenvermarktbares Produkt.

Auch Brecht hat einst versucht mit den Mitteln der Verfremdung die Herausforderungen zu bewältigen, die ihm die Dialektik selbst stellt, nämlich das abstrakte Wesen der Erscheinung zur konkreten Darstellung zu bringen, ohne dass die Darstellung selbst wieder zur bloßen Erscheinung wird. In seinem Theaterstück »Der gute Mensch von Sezuan« erklärt er das Wesen der Kapital-Gesellschaft in der Doppelrolle der Shen Te, indem er den fiktiven Vetter Shui Ta die Zwänge des systemimmanenten Kapitalverwertungsprozesse verkörpern lässt.[1]

Mit diesen Doppelrollen spielt auch der Bildhauer Peter Lenk, denn der Phallus steht für „das Geschäftsmodell der Bild-Zeitung, aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer ihren wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen. Es geht um die Methode, Intimes und Privates vorzuführen und damit Kasse zu machen, es geht um einen Journalismus, der nicht der Aufklärung und der Erziehung zur Mündigkeit verpflichtet ist, sondern der Sensationslust und Verdummung,“ fasst Mathias Bröckers in der taz seine Sichtweise zusammen. „Für dieses zynische Geschäftsmodell, aus dem die christliche Unternehmerin, die Bibelverlegerin und Bundeverdienstkreuzträgerin Friede Springer ihren Profit saugt, dafür hat die taz ihre Hauswand als Pranger zur Verfügung gestellt.“

Dialektik ist oft ausgesprochen komisch, weil der »gesunde Menschenverstand« mit Schlüssen konfrontiert wird, die er oft so nicht erwartet hat, aber genau das ist das Elend mit den Kulturpfaffen aller Couleur, von der Bild bis zur taz, ein Künstler schenkt der Welt die Schönheit des Verstehens, und sie ringen die Hände über die moralischen Konsequenzen.

Dabei verschwand erst mit dem Christentum die Phallussymbolik in den Untergrund des Dämonischen, des Nächtlichen oder des Teuflischen. Die Sexualfeindlichkeit der Kirche erkor sich das männliche Glied als Attribut für die Potenz des Teufels, sie verdammte damit den kleinen Freudenspender, sie predigte irdische Keuschheit und machte nun ausgerechnet an ihm die ganze menschlichen Misere im Jammertal des irdischen Daseins fest.

Damit wurde das Gedankenkonstrukt über die Fruchtbarkeit und dem irdischen Reichtum und damit über die mögliche gesellschaftliche Fülle wieder der Herrschaft von Eliten unterworfen. Der Phallus ist und war, seit der Zeugungserkenntnis, dabei zwar schon immer, zu mindestens auf der Ebene des Mythos, das schöpferische Werkzeug per se. Und wenn der griechische Gott Kronos seinen Vater Uranos mit der Sichel entmannte, dann vollzog er die Machtübernahme auf einer ganz fundamentalen, körperlichen Ebene, genauso wie heute Friede Springer, das Objekt kultischer Verehrung ihres Bild-Chefs entmannt, wenn sie seinen Penis nach den Flötentönen der Kapitalmaximierung tanzen lässt.

Zuweilen hatte der Phallus als Fascinum auch abergläubische Bedeutung, als Schutz gegen den „Bösen Blick“, aber bevor das Prekariat diesen Schutz wieder für sich entdeckt, da folgt es lieber einer rein sexuellen Symbolik, denn noch im Pompeji des 1. Jahrhunderts war der im Straßenpflaster eingelassene Penis ein Wegweiser zu Bordellen, nur dass es sich damals noch nicht um Medienbordelle handelte.

Quelle:
Der entkettete Knecht. Philosophische Perspektiven auf Brecht und Hacks und Hegel


Krisenphobisten


Unsere Volksvertreter leiden eindeutig an der Schweine-Phobie. Ihre phobische Störung zeigt sich in der krankhaften, das heißt unbegründeten und anhaltenden Angst vor allen Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen die den sozialen Frieden, die Freiheit oder ihren Job im Aufsichtsrat bedrohen und deshalb müssen sie von Zeit zu Zeit immer mal wieder eine neue Sau durchs Dorf jagen, um einen Legitimationsnachweis für ihr Wirken um das Volkswohl ablegen zu können.

Im Allgemeinen sprechen Fachleute hier von dem phobischen Stimulus, der besonders immer dann auftritt, wenn die Rüstungs- bzw. die Pharmalobby schmollt. Deshalb wird auch die politische Elite der Republik beherrscht von neurotischen Belastungsstörungen, wobei die Erscheinungsform der Agoraphobie, die Angst vor dem Marktplatz, also das Zusammentreffen von Wahlvolk und Erwählten, erst neuerdings wieder zu Panikstörungen unter der politischen Elite führt.

Dagegen wird die Thanatophobie vorwiegend medial übertragen und weist nach wie vor den größten Verbreitungsgrad auf. Wir verstehen darunter die Angst vor dem Tod. Der ewige Dualismus zwischen Thanatos und Eros, zwischen der unsterblichen Seele und der irdischen Freude. Dabei lebt keine Sau ewig, und besonders im November, rund um Allerseelen, sterben mehr Menschen als im Wonnemonat Mai, wenn wieder Eros regiert, rein statistisch gesehen.

Mit oder ohne Schweinegrippe ereilt einen durchschnittlichen Deutschen der Tod erst nach rund 79 Jahren, deshalb soll ja auch das Renteneintrittsalter weiter heraufgesetzt werden.

Die spezifischen Phobien können natürlich noch weiter in Subtypen unterteilt werden z. B. in den Tier-Typ: Schweine- und Vogelphobie, in den Naturgewalten-Typ: Kofferbomber, und in den situativen Typ: Die Bank ist pleite und andere nicht näher bezeichnete Typen, wie eine Einladung zum Tee bei Guido.

Wobei die WHO beispielsweise die Dysmorphophobie nicht mehr zu den phobischen Störungen, sondern zu den hypochondrischen Störungen zählt. Der Adonis-Komplex unseres olivgrünen Gegelten von und zu und Guidos Föhnwelle fallen deshalb auch unter die Kategorie der übermäßigen Beschäftigung mit der eigenen körperlichen Erscheinung, also der Dysmorphophobie. Mit Kognitiven Therapieverfahren sind gute Heilungserfolge zu erzielen, versprechen die Ärzte, sie gehen allerdings davon aus, dass die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten und wie wir körperlich reagieren. Erschwert wird deshalb dieses Kognitive Therapieverfahren dadurch, dass unsere transatlantischen Young Leader das Denken outgecourst haben.

Die Krisenphobie, die uns dagegen im Moment täglich als Schweinegrippe vom Infotainment frei Haus geliefert wird, die setzt dagegen auf eine Strategie der Spannung, sie dient der Terrorisierung der Bevölkerung und damit der Stabilisierung der Auflagen und Einschaltquoten und natürlich den Bilanzen der Pharmaindustrie. Impfstoffe im Wert von über 4 Milliarden US-Dollar warten darauf endlich verspritzt zu werden.

Die Verunsicherung im politischen Mainstream steigt, die Angst der Medienmacher vor der Rache der Pharmaindustrie hält an, die Terrorisierung der Bevölkerung will diesmal einfach nicht richtig gelingen. Die Panikattacken der Bürger halten sich nach wie vor in engen Grenzen. Dabei sind in Deutschland bislang schon neun Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe bekannt geworden. Das war der Stand von Anfang November.

Nur mal so zum Vergleich, im Jahr 2006 sind nach der Zählung des Statistischen Bundesamtes (destatis) 6.455 Menschen bei häuslichen Unfällen ums Leben gekommen und im Straßenverkehr waren es 5.174 Menschen und statt diese Krisenherde für das Leben zu bekämpfen, da verabschieden unsere Volksvertreter noch Abwrackprämien und die Tigerenten-Fraktion will jetzt sogar noch die häusliche Mortalitätsrate mit einer Herdprämie steigern.

Auf der Heise-Website aus dem Herbst 2007 zum Thema Vogelgrippe erfahren wir, dass der "Spanischen Grippe", ausgelöst durch einen modifizierten Vogel-Grippeerreger, 1918/1919, mindestens 20 bis 40 Millionen Menschen zum Opfer fielen; die "Asiatische Grippe" forderte 1957 rund 1 Million Tote, an der "Hongkong-Grippe" verstarben 1968 ebenfalls 1 Million Menschen, darunter rund 130.000 Tote in der BRD.

„Schon mit der bloßen Entsorgung der Grippeopfer wäre man zeitweise überfordert gewesen: So mussten bei der "Hongkong-Pandemie" 1968 in Westberlin rund 1.500 Tote wochenlang in Gewächshäusern, Kühlhäusern und einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel zwischen gelagert werden, weil die Beerdigungskapazitäten in dem kalten Winter einfach nicht ausreichten," beschreibt Heise das damalige Szenario.

Und heute? Heute sind wir trotz aller Schweinephobie von derartigen Zuständen weit entfernt. Sogar die durchschnittlichen und üblichen 10.000 Grippe-Toten, die sonst in jedem Herbst in der BRD für Schlagzeilen sorgen, die sind diesmal diskret unter den Tisch gefallen. Umso schöner, wenn nicht schräge "Verschwörungstheoretiker", sondern sturzbiedere Zeitungen wie der Berliner Tagesspiegel herausfinden, dass diese Geschichte zum Himmel stinkt, freut sich Mathias Bröckers in seinem blog auf 2001.

„Die Angst vor der Schweinegrippe geht um – und beschert Pharmakonzernen Milliardenprofite. Viele Experten macht das skeptisch: Die Pandemiegefahr halten sie für eine Inszenierung der Industrie – und das Virus sogar für nützlich,“ schreibt der Tagesspiegel am 1.11. 2009. Der Wahnsinn nimmt zu, zum Glück bleibt wenigstens die Vernunft weiter schlank, deshalb glaube ich ja auch, trotz aller Krisenphobie, noch immer fest an ein Leben vor dem Tod.


Berlin, die Hochburg des Lohndumpings

„Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten,“ erkannte schon Karl Kraus, aber die Geschichte vom aussterbenden Beruf des Gerichtsvollziehers, die führte in der vergangenen Woche zu einem Ansturm auf die COMfactory- News-Seite und geisterte kurzfristig als link durch das Netz, bis wohl einem die Kuckucksuhr schlug.

Nur die Daten, die stimmten natürlich auch in der Satire. So meldete dieser Tage wieder mal der Berliner Tagesspiegel, dass die Zahl der Berliner, die neben ihrem Job auf staatliche Hilfe angewiesen sind, weiter steigt. „Sie wächst sogar dramatisch,“ schreibt das Blatt. Knapp 119 000 Menschen sind es heute und damit 20 000 mehr als vor zwei Jahren.

Nach den Angaben von Sozialpolitikern ist Berlin die Hochburg des „Lohndumpings“. Betroffen sind längst nicht mehr nur die Branchen mit traditionell niedrigen Löhnen, wie das Reinigungsgewerbe oder der Wachschutz, sondern auch Rechtsanwälte und Webdesigner, Journalisten und Werber. Die vielen schlecht bezahlten Jobs in der „Kreativbranche“ sind laut Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ein Grund dafür, dass das Durchschnittseinkommen in der Stadt zu den niedrigsten bundesweit zählt – „und sogar geringer ist als im ostdeutschen Durchschnitt“.

Die wirtschaftliche Not der Berliner belastet wiederum den Haushalt des Landes. Denn wer von seiner Arbeit nicht leben kann, bekommt in der Regel einen Zuschuss für die „Kosten der Unterkunft“ – und dieses Geld kommt überwiegend aus dem Landeshaushalt: Die Belastung stieg von 971 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 996 Millionen Euro im vergangenen Jahr – Tendenz weiter steigend und deshalb will ja auch der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit jetzt die Berliner Schrebergärten schleifen. Diese Kahlschlagpolitik des rot-roten Senats ist absolut logisch, denn wer schon von seiner Arbeit nicht leben kann, der soll auch nicht als Laubenpieper mit der eigenen Ernte überleben können.

Quelle: Tagesspiegel und Nachdenkseiten


Berliner Gerichtsvollzieher gehen die Kunden aus

Berlin ist die erste Stadt in Deutschland, die seine Gerichtsvollzieher auf Kurzarbeit schickt. Ein drittel des Marktes ist Ihnen weg gebrochen, die Nachfrage nach ihrer Dienstleistung hat sich damit dramatisch verschlechtert, da heute in der Hauptstadt der Republik rund 362.000 der 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter 900 Euro netto pro Monat verdienen.

Damit liegt bei einem Drittel aller Erwerbstätigen das Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze und der Kuckuck wird zu einer bedrohten Art.

Kein Wunder also, das die Auguren unserer Konjunktur, die so genanten Wirtschaftswaisen, die Verkünder des Willens der Wallstreet-Götter, den sie beim augurium aus dem Flug und dem Geschrei des Kuckucks herauslesen sollten, jetzt mit ihren Wirtschaftsberichten im ökonomischen Waisenhaus landeten.

Denn seit der Inauguration, also der feierlichen Amtseinführung der Tiger-Enten, wird in der Berliner Republik eh nur noch im politischen Morast gegründelt und halt wenig geflogen.

Das kommt davon, wenn man den Bock zum Gärtner, und die Tiger-Enten zur augurischen Priesterschaft macht, in beiden Fällen ist es mit der Vermehrung der Ernte und eine Mehrung des staatlichen Wohls einfach Essig.




Schnappschuss!

 

Jürgen Pittack von artco hat noch schnell einen Schnappschuß vom Anlegesteg des Creativ-Dampfers COMfactory, so mit den letzten herbstlichen Sonnenstrahlen, gemacht, bevor auch der im nasskalten Berliner November-Nebel versinkt.


Die 20 qm Schrebergarten vor der Terrasse, von Gregor & Stassi liebevoll gepflanzt, die laufen übrigens unter "urban farming" , auch diese grüne Zelle liegt damit voll im Trend der nordamerikanischen First-Lady, Michelle Obama. Diese kleine Reminiszenz an Kuhle Wampe wurde besonders effektvoll von Pitti in ihrer ganzen Blütenpracht ins Bild gerückt. Mit den Kürbissen hat es in diesem Jahr noch nicht so geklappt, aber dafür reichte die Tomatenernte immerhin für eine sehr dekorative Schüssel. Es sind ja nur noch ein paar Monate bis April und dann werden auch wieder die Tische und Stühle rausgestellt und der Kohl angebaut.


„Egal was die Wahl auch bringt - Nüchtern kann man die Regierung sowieso nicht ertragen!“

Am Bundestagswahlwochenende, dem 26. - 27. September, veranstaltet die Nachbarschaftsinitiative Family & Friends e. V. in Berlin-Westend ein Stadtteilfest unter dem Motto „Herbst in der Preußenallee – Kultur, Kulinarisches, Kunsthandwerk und Kinderprogramm im Kiez“.

Start ist am Sonnabend um 15.00 Uhr und enden wird das Ganze am Sonntag „nach Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses“. Und bitte nicht vergessen: Wählen gehen ist erste Bürgerpflicht, meckern zählt nicht (mit)!

Alle Infos, und Termine unter: Veranstaltungen

 

Hurra - Ella Louise ist da!

Sie kam früher als geplant! Am 4. August 2009 erblickte Ella Louise das Licht der Welt. "Sie ist wundervoll, und wir lieben sie sehr", strahlten die stolzen Eltern, Murielle Brückner und Knut Knutson, beim ersten Besuch von Ella Louise in der COMfactoy. Oma Marie-Claude und Opa Frank Brückner lieferten dann die notwendigen Details. Ella Louise war bei der Geburt 49 cm groß und 3160 Gramm schwer. Sie hat die schwarzen Haare und die strahlenden Augen der Mutter, becirct mit dem Witz von Knutson, hat einen leichten karibischen Teint von der Oma geerbt und verfügt über die Gelassenheit und Ruhe von Opa Frank. Das Mikrophon in Vater Knuts "Love-Bomb-Studio" animierte Ella Louise allerdings noch nicht zum ersten Baby Blues, sie schlief glücklich in den Armen der Mutter. Nur bei der Kreativität in der Familie, die Ella Louise mit in die Wiege gelegt wurde, ist das bestimmt nur eine Frage der Zeit.

 

Alle bisherigen News in, aus & um die COMfactory
finden Sie in unserem
Archiv.